ADHS im Erwachsenenalter

Die ADHS & ADS sind Störungen, die häufig Kinder betreffen. Nicht selten kommt es aber auch dazu, dass auch noch nach dem 18. Lebensjahr Symptome vorhanden sind, die das Leben der Betroffenen teilweise deutlich einschränken und belasten können. Die Symptome betreffen dabei überwiegend die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, es zeigen sich aber ebenso Organisations-, Strukturierungs- und Priorisierungsprobleme, beschleunigte Gedankengänge, das Gefühl wie von einem inneren Motor angetrieben zu sein, verbale (und teils auch körperliche) Impulsivität, Vergesslichkeit und Schlafstörungen.

Oft entwickeln sich bei unbehandelten ADHS & ADS Patienten im Verlauf auch Komorbiditäten wie bsp. eine Depression, eine Zwangsstörung oder eine Substanzmittelabhängigkeit. Ist ein ADHS oder ADS vorher nicht bekannt, kann es oft dazu kommen, dass eher die Komorbidität behandelt wird und der Blick auf die bestehende Ursache verloren geht. Es ist nicht selten, dass Patienten bsp. jahrelang wegen Depressionen (halberfolgreich) behandelt werden und erst die Diagnose und vor allem Therapie der ADHS oder ADS es ermöglicht, dass der Betroffene sich wieder besser fühlt.

Diagnostik der ADHS & ADS

Zur Diagnose einer im Erwachsenenalter bestehenden ADHS/ADS ist es erforderlich, dass eine Diagnose bereits im Kindes- oder Jugendalter gestellt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es Möglichkeiten, das Vorliegen der ADHS/ADS Symptome im Kindes- od. Jugendalter  auch im Nachhinein feststellen zu können (spezifische Fragebögen, Fremdanamnese, Grundschulzeugnisse). Mit weiteren Testverfahren und Interviews kann dann im Verlauf die Diagnose gesichert gestellt werden.

Weitere Infos zur Diagnostik erhalten Sie auf den unten verlinkten Seiten.

Therapie der ADHS & ADS

Die Diagnose einer ADHS/ADS bedeutet nicht automatisch, dass es eine Notwendigkeit für eine medikamentöse Therapie gibt. Im Gegenteil spricht sich die Leitlinie deutlich für ein multimodales Therapiekonzept aus. Hierbei können einzelne therapeutische Möglichkeiten wie bsp. Säulen in einem Tempel angesehen werden. Neben einer möglichen (und manchmal auch notwendigen) Medikation sollte in einer Therapie immer eine Psychoedukation erfolgen, des Weiteren sollten Kontakte zu einer Selbsthilfegruppe aufgenommen werden. Eine ambulante Psychotherapie kann ebenfalls eine recht sinnvolle Unterstützung darstellen, ebenso wie eine Ergotherapie, ggf. Neurofeedbackverfahren oder auch ein Coaching. Eine sehr wichtige Säule stellt auch ein adäquates Selbstmanagement dar.

Weitere Infos zur Therapie bei ADHS & ADS erhalten Sie auf den unten verlinkten Seiten. 

Medikamente bei ADHS & ADS

Sollte man sich für eine medikamentöse Behandlung entscheiden, ist nach der Leitlinie die Therapie mit Stimulanzien (Methylphenidat oder Lisdexamfetamin) der empfohlene Weg. Das klappt in den meisten Fällen auch recht gut, dabei wirken die Medikamente relativ kurz (<24h), so dass zum einen ein relativ rascher Effekt, zum anderen eine gute Steuerbarkeit der Medikation bemerkt werden kann. Alternativ kann man auch Atomoxetin einsetzen wenn sich unter den Stimulanzien kein befriedigender Effekt einstellt.

Weitere Infos zur medikamentösen Behandlung erhalten Sie auf den unten verlinkten Seiten.

BTM Rezeptierungen

Bei der Rezeptierung der BTM Rezepte gibt es einige Besonderheiten:

  • Gültigkeit des Rezepts: Das BTM Rezept hat lediglich eine Gültigkeit von 7 Tagen. Wir bitte Sie daher, die Bestellung des Rezeptes möglichst zeitnah vor der Abholung durchzuführen.
  • Höchstmenge: Die Rezeptierung der einzelnen Substanzen dürfen bei einem BTM-Rezept bestimmte Monatsmengen nicht überschreiten, es ist uns daher nicht möglich, Ihnen ein Rezept über mehrere Monate auszustellen. Richtwert für die Verordnung ist immer eine Monatsmenge.
  • Versand: Es ist uns nicht erlaubt, die BTM Rezepte per Post zu verschicken.
  • Mitnahme von BTM über die Staatsgrenze: Hierfür benötigen Sie eine Bescheinigung unsererseits der zu entnehmen ist, in welcher Zeit Sie welche BTM Mengen mit sich führen. Dies muss dann durch das zuständige Gesundheitsamt noch bestätigt werden. Beachten Sie bitte, dass es bei internationalen Reisen keine rechtsgültigen Regelungen vorliegen und prüfen Sie die einzelnen Regelungen (Infos der Bundesopiumstelle)

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